Die aktuellen Trends am Spendenmarkt:


Die Wirtschaftskrise
Wofür man spendet – im Zeitverlauf
Der Trend bezüglich Spendenarten
Was noch auffällt


Die Wirtschaftskrise

Spüren Sie die Wirtschaftskrise? Uns liegen unterschiedliche Daten vor, die nicht ganz eindeutig sind. Die erste Quelle, die Meinungsforschung, zeigt einen leichten Rückgang. Wir danken den Instituten für die freundliche Genehmigung, Teilinformationen zitieren zu dürfen:


Im Jahr 2008, zu Beginn der Wirtschaftskrise, haben laut Umfragen 64% der Österreicher und Österreicherinnen ab 16 Jahren zumindest einmal gespendet. Davor, im Jahr 2007 waren es 68%. Die gesunkene Spendenbereitschaft betrifft die Frauen mit minus 6% etwas stärker als die Männern mit minus 3% (Quelle: Public Opinion. Pressemitteilung vom Dez. 2008).

Aber nicht alle Zielgruppen trifft es gleich: Denn der Anteil der Personen mit Matura und Hochschulabschluss, die spenden, ist in dieser Zeit sogar um 2% gestiegen: und zwar von 71% auf 73% (Quelle: Public Opinion. Pressemitteilung vom Dez. 2008). Dieses Bild zeigt sich auch im allgemeinen Stimmungsbild: Arbeiter, einfache Beamte und Angestellte sind eher pessimistisch, leitende Angestellte und Beamte, Selbständige, Landwirte und Angehörige freier Berufe sind eher davon überzeugt, dass die Talsohle der Wirtschaftskrise bereits überschritten ist. (Quelle: Market News: Juli 09/22)

2007 spendete eine Person nach eigenen Angaben durchschnittlich € 86,–. Im Jahr 2008 liegt die durchschnittliche Jahresspende bei € 82,–. (Quelle: Public Opinion. Pressemitteilung vom Dez. 2008)

Die zweite Quelle, die Ergebnisse unserer Kunden, zeigt eine stabile Entwicklung. Hier ist ein so deutlicher Rückgang nicht zu erkennen, was auf eine stabile und treue Spenderbasis schließen lässt.

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Wofür man spendet – im Zeitverlauf

Wie immer: Kinderthemen sind der Spitzenreiter. Im Jahr 2007 haben 38% der Spender für Kinder gespendet. Erstmals wurde in dieser Befragung zwischen Kindern in Österreich und Kindern im Ausland unterschieden. Daher ist der Vergleich zu den Vorjahren nur bedingt zulässig. Vom vierten auf den zweiten Platz gekommen: Spenden für Tiere. Mit 22% konnte dieser Bereich deutlich zulegen (von 16%). Hier die Antworten der Spender auf einen Blick:





Die Katastrophenhilfe im Inland rutscht auf den dritten Platz mit 18%, im Vergleich zum Vorjahr von 27%. Nach dem außergewöhnlichen Höchststand im Jahr 2005 mit 32% unterschreitet der aktuelle Wert nun auch das Niveau von 2004 (damals 23%). Das verwundert nicht, denn im Sommer 2005 musste Österreich mit einer Hochwasser-Katastrophe fertig werden. Und diese wirkt sich auf die Spendenbereitschaft aus.

An vierter Stelle liegen „Kinder im Ausland“ (eine neu eingeführte Kategorie, die erstmals abgefragt wurde) und „Behinderte“ mit jeweils 15%.

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Die Spendenarten

Die Spender bevorzugen noch immer die klassische Art zu spenden – also per Erlagschein bzw. einmaliger Überweisung und bar. Das spricht für den Spendenbrief als Fundraising-Instrument. Diese Präferenz fällt doch sehr deutlich aus.





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Was noch auffällt

Im Jahr 2007 verliert fast jede Organisation in den Umfragewerten: Und das in so gut wie jeder Beurteilungsdimension – von spontaner Bekanntheit bis hin zu Eigenschaften wie „dynamisch“ oder „aktiv“. Mit einer Ausnahme: Der Bereich Natur- und Umweltschutz kann 2007 das Niveau von 2006 einigermaßen halten (Quelle: Market Spendenmonitor 2007).

Wir vermuten, dass hier die in den Medien entflammte „Teuerungsdiskussion“ einen indirekten Einfluss auf das Ergebnis hat. Denn nicht alle Organisationen können gleichzeitig an Bekanntheit, Ansehen oder Dynamik verlieren. Aber wenn man spendenwerbende NPOs nicht ganz so positiv bewertet, fällt es leichter, nicht mitzuhelfen. Man spart. Und zur Ausnahme Natur- und Umweltschutz: Vielleicht liegt es daran, dass Klimaschutz „modern“ geworden ist.

Die Spender wollen es wissen: 64% der Spender geben an, sich genau anzusehen, wofür sie spenden. Im Jahr davor waren es drei Prozent weniger (Quelle: Market Spendenmonitor 2007).

Die Spender wollen es wissen: Die Akzeptanz von Spendenaufrufen steigt. Im Jahr 2006 haben 19% der Befragten Spendenaufrufe als lästig empfunden, im Jahr darauf nur mehr 16% (Quelle: Market Spendenmonitor 2007).


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Danke

Wir bedanken uns beim Meinungsforschungsinstitut „market“ für die freundliche Genehmigung, Ihnen hier diese Daten zur Verfügung zu stellen. Die detaillierte Studie zur aktuellen, repräsentativen Umfrage über den österreichischen Spendenmarkt können Sie unter dieser Adresse bestellen: www.market.at (Quelle: „Spendenmonitor, market Institut, Dezember 2007)

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